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Weihnachtsgruß des Amtsdirektors

13.12.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger des Amtes Brück,

 

wie jedes Jahr sind wir alle in Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Die Kinder freuen sich auf die Bescherung, und leuchtende Kerzen schaffen uns bei schönen Feiern im Kreis unserer Lieben eine besinnliche Atmosphäre. Viele Bürger haben ihre Fenster und Vorgärten festlich geschmückt.

 

In diesem Jahr erleben wir Weihnachten und den Jahreswechsel in einer sehr schwierigen Zeit.

 

Feiernd und mit Freude verabschiedeten wir in der Silvesternacht das Jahr 2019 und begrüßten mit besten Wünschen und Hoffnungen das neue Jahr, nicht ahnend, was dieses Jahr 2020 für uns bereithalten sollte. Nach dem Verklingen der letzten Silvesterböller hätte wohl niemand gedacht, dass die nachfolgenden Knutfeste so ziemlich die letzten Veranstaltungen in diesem Jahr sein werden. Seit über neun Monaten beherrscht nun das Coronavirus unser tägliches Leben.

 

Was als Kuriosum in den letzte Tagen des Vorjahres am anderen Ende der Welt begann, erreichte schon zwei Monate danach Deutschland und hatte einen Monat später nachhaltigen Einfluss auf das Leben jedes Einzelnen. Dazu mussten unsere Gewerbetreibenden, Vereine und Kulturschaffenden teils herbe Einschnitte verkraften. Schulen und Kitas wurden geschlossen, Jugendliche konnten sich nicht mehr mit Freunden treffen, und unsere besonders gefährdeten Mitbürger mussten fast vollständig auf ihr gewohntes soziales Umfeld verzichten.

 

An jedem Tag dominiert dieses Virus unsere Medien, täglich werden wir auf die Schrecken dieser Krankheit aufmerksam gemacht. Die jetzige Situation ist ernst, die hohen Zahlen an Infektionen und Toten zeigen, wie heimtückisch das Virus ist. Uns sollte bewusst sein, dass hinter der täglichen Statistik nicht nur Zahlen, sondern persönliche Schicksale stehen.

 

Mein erster und besonderer Dank geht daher an all die Menschen und Vereine, die sich gerade in einer solch schwierigen Zeit für ihre Mitmenschen engagieren. Es gab viele Mitbürger, die innerhalb und außerhalb der Hilfsnetzwerke bereit waren, unsere älteren und hilfsbedürftigen Menschen in diesen schwierigen Monaten zu unterstützen.

 

Eine besondere Herausforderung stellte und stellt für uns die Situation in der Kindertagesbetreuung dar. Nur durch die gute Zusammenarbeit mit unseren Schulen und Kitas, ITB und Horten gelang es uns, die Lage weitestgehend beherrschbar zu halten. Unsere Leiterinnen, Erzieherinnen und Erzieher gingen dabei an ihre Belastungsgrenze und oft darüber hinaus, und dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.

 

Trotz dieser schwierigen Situation gab es viele Momente der Freude: Der Haupteingang des Brücker Bahnhofs hat endlich wieder eine sinnvolle Funktion, denn Jutta Felgenträger hat dort ihr Lotto- und Weinkontor eröffnet – und inzwischen die Räumlichkeiten sogar erweitert.

Die Verbindungen und besonders die Anschlüsse des ÖPNV wurden im Laufe des Jahres mehrfach optimiert.

 

Zahlreiche Bauvorhaben wurden angegangen, wie die Ortsdurchfahrt Gömnigk, oder erreichten einen Meilenstein, wie die Sanierungen in Brück-Ausbau oder der multifunktionale Erweiterungsbau auf dem Brücker Schulcampus.

 

Auch fürs kommende Jahr sind etliche Bauprojekte avisiert: die Brücker Straße in Golzow, die Straße der Einheit in Brück, die Kindertagesstätte in Borkwalde, die Planung der Schule in Borkheide, um nur einige Projekte zu nennen. Wir freuen uns auf die Fertigstellung des multifunktionalen Erweiterungsbaus, und die B 246 wird wieder baustellenfrei durch das Amtsgebiet führen.

 

All diese Projekte konnten und können in dieser schwierigen Zeit nur durch die hervorragende Arbeit unserer Mitarbeiter*innen in der Verwaltung, durch das engagierte Agieren der Bürgermeister*in, der Stadtverordneten, der Gemeindevertreter*innen und zusammen mit den beteiligten Partnern sowie den beauftragten Unternehmen umgesetzt oder vorangetrieben werden. Auch für diese engagierte und fleißige Arbeit und das entgegengebrachte Vertrauen möchte ich mich herzlich bedanken.

 

Nutzen wir die bevorstehenden Feiertage, um ein wenig inne zu halten. Vielleicht gibt uns gerade diese schwierige Zeit die Chance, uns an die Werte des Weihnachtgedankens zu erinnern.

Die aktuelle Situation braucht einen besonderen Zusammenhalt, um den ich Sie bitten möchte. Halten Sie sich alle an die angeordneten Einschränkungen, gehen Sie mit gutem Beispiel voran, auch wenn es schwer fällt. Nur wenn sich jeder von uns in seinen eigenen Erwartungen und Wünschen, in seiner eigenen Auffassung und Bewertung ein Stück zurück nimmt, nur wenn wir gemeinsam handeln, können wir diese Krise überwinden und vielleicht sogar gesellschaftlich gestärkt daraus hervorgehen.

 

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien, auch im Namen aller meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ein besinnliches Weihnachtsfest und ein Jahr 2021, das all das wieder gut macht, was wir in diesem Jahr ertragen mussten.

 

Bleiben Sie gesund, halten Sie Abstand, beachten Sie die aktuellen Regeln, tragen Sie ihren Mund-Nasen-Schutz, in der Hoffnung, dass wir bald im kommenden Jahr auf all dies verzichten können.

 

 

Marko Köhler

 

Amtsdirektor

 

Foto: Weihnachtsgruß