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Baudenkmale |
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Die Geschichte der Säule beginnt kurz nach 1700, als sie im Auftrag des sächsischen Kurfürsten aufgestellt wurde, um Entfernungen zwischen den verschiedenen Städten anzuzeigen. August der Starke selbst hatte zu Federkiel und Papier gegriffen und seinen Baumeistern skizziert, wie er sich die damals etwa 270 geplanten Säulen vorstellte. In den Plänen wurde exakt beschrieben, welche Gestalt alle sieben Teile der jeweils 6 Ellen hohen Säulen haben sollten, auch Inschriften und Wappen waren fest vorgegeben. In der praktischen Umsetzung allerdings entfaltete so ziemlich jede Postmeilensäule ihr gestalterisches Eigenleben - allein die Wappen sehen ganz unterschiedlich aus.
Während das Wappen der Askanier im rechten Schildteil 5 schwarze und 5 goldene Querstreifen sowie einen grünen Rautenkranz enthält, wurden die Darstellungen auf den Postsäulen recht unterschiedlich umgesetzt. Während es in Brück wenigstens noch 5 schwarze Querstriche sind, reichte es z.B. in Niemegk nur zu 3 und zwei halben Querstrichen. An goldenen Querbalken sind immerhin 4 Stück zu finden.
Die sächsischen Postsäulen hatten in unserer Region Bestandesschutz bis 1815, danach gehörte die Belziger Region zu Preußen. Nun wurde die Entfernung aller sächsischen Meilenzeichen gefordert. Abgesehen vom politischen Hintergrund waren auch die Entfernungsangaben nutzlos geworden, da eine preußische Meile etwas ganz anderes als eine sächsische Meile war. Allerdings wurden die Weisungen der entsprechenden "Wegebauordnung" nur zögerlich und manchmal auch gar nicht befolgt. Sonst gäbe es wohl hier seit 180 Jahren keine solche Säule mehr zu bestaunen.
1960 und 1993 wurde die Brücker Postsäule von betrunkenen Kraftfahrern umgefahren. Nach ihrer Restaurierung 1996 ist sie nun wieder in alter Pracht an ihrem einst angestammten Platz an der B 246, am Abzweig nach Brandenburg/Golzow, zu bewundern (links am Bildrand).

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URL: http://www.fvv-brueck.de/postsaeule.html - Letzte Änderung: 9.1.2004 © FVV Brück - Impressum |